Und was macht Heller morgen? Das fragen sich viele - und ich hoffe, die Fragesteller immer wieder überraschen zu können...
Hier steht, was ich bis jetzt gemacht habe:
 
Wo komme ich her? Wo geht es lang?
Geboren in Luxemburg, lebe ich seit Mitte der Neunziger als Künstler und Autor vor allem in Berlin.
 
Als Autor
Ich erhielt vor einiger Zeit den Luxemburger „Prix littéraire national“ und habe Kurzgeschichten in mehreren Anthologien veröffentlicht. Meine Textcollage „Warteschleifen“ wurde mehrfach als Stück aufgeführt (s.u.) und von Susanne Knapp für ein Tanzstück adaptiert.
Derzeit arbeite ich gleichzeitig u.a. an einem Theaterstück, einem Opernlibretto, einem Roman und einem Sachbuch und nehme des öfteren an diversen Literatur-Preisausschreiben teil.
Von Zeit zu Zeit lese ich in Berlin meine neuesten Texte im sonntäglichen Literaturlabor der Autoreninitiative „lauter niemand“ (Herausgeber der gleichnamigen Literaturzeitung).  
Im Auftrag von Theaterleuten adaptiere ich zudem existierende Texte fürs Theater.
Krzysztof Warlikowski diente eine solche Adaption, die ich zusammen mit seinem Dramaturgen Miron Hakenbeck anfertigte, als Inspiration für den späteren Text seiner „Médée“-Inszenierung in Brüssel (Opéra La Monnaie).
Bei der Wiederaufnahme ihrer „Zauberflöte“ an der Opéra National de Paris wird die katalanische Truppe „La Fura dels Baus“ meine inzwischen von Gerard Mortier abgesegnete Neufassung des Schikaneder-Textes benutzen.
 
Als Theatermacher und Installationskünstler
Mein Interesse für das Theater wurde Anfang der 90er durch die Bekanntschaft mit dem Schriftsteller Lambert Schlechter und seiner (dem Theater vielfach verbundenen) Familie geweckt.
Seither war ich in unterschiedlichen Funktionen am Theater tätig, vor allem - aber nicht ausschließlich - in der jüngeren Off-Theaterszene. Ich probierte mich (nicht ohne Erfolg) als Bühnenbildner aus, war (und bin)Stückeschreiber und Dramaturg, war hin und wieder Regieassistent und Darsteller.
 
1999 entwarf und realisierte ich erste Bühnenbilder für  Miron Hakenbeck (heute Staatsoper München) und David Hermann (heute Theater Basel).
Für ersteren war ich später als Dramaturg tätig (z.B. bei seiner Inszenierung der „Geschichte vom Soldaten“, 2004).
Für Susanne Knapp war ich 2003 künstlerischer Leiter des von mehreren Künstlern getragenen Rahmenprogramms der Bartók-Oper „Herzog Blaubarts Burg“. Dabei beteiligte ich mich zusätzlich mit einer Raum- und einer Videoinstallation.  Für die gleiche Regisseurin arbeitete ich, assistiert von Markus Quetsch, als Autor und Arrangeur einer szenischen Collage von Texten („Warteschleifen“ 2003 und 2004), bei der ich selbst als Darsteller auf der Bühne stand.
Das Stück „Höllenfahrt“, das ich als Work in Progress im Auftrag von Susanne Knapp entworfen habe, fand zwar unter Theaterleuten großen Anklang, aber leider keine Geldgeber. Es harrt weiterhin seiner Bühnen-Ausarbeitung und Erstaufführung.
Derzeit arbeite ich als Konzepteschreiber und Dramaturg mit der Choreographin Kirsten Burger (u.a. Oper Dynamo West) zusammen. In Vorbereitung ist momentan das experimentelle Tanzstück „Dienstgespräche“ (Arbeitstitel).
 
 
 
 
 
Persönliche Interessen
„Warteschleifen“ 2003/2004
Und die Malerei...
Links
 
Als Drehbuchautor und Regisseur realisierte ich 2001 einen Spielfilm über Pier Paolo Pasolini mit dem Titel „Sequenza violenta“ (57 min), dessen Premiere (Anfang Mai 2002 in den Reinbeckhallen des Kulturwerks Oberschöneweide) ursprünglich als einzelnes Event konzipiert war und den es leider bis heute in keinem Verleih gibt - finanzielle Hürden machten den notwendigen Neuschnitt bislang unmöglich!). Kameramann war der Medienkünstler und Fotograf Benjamin Krieg, mit dem ich inzwischen in einer Neuköllner WG zusammenwohne. Produktionsleiter und Mitinitiator war Miron Hakenbeck.
 
Als Maler (Öl, Acryl), Zeichner und Grafiker habe ich meine Bilder früher absichtlich nur im Rahmen von Performances oder Installationen gezeigt oder als Ausstellung eines einzelnen Bildes in bestimmtem Kontext (etwa das Bild „Endymion sleeps deeply whilst Selene is violated by Apollo 11“ im Theater Zerbrochene Fenster, 2003); das hat sich inzwischen geändert.
Seit kurzem vertritt mich in Luxemburg die
Galerie 77. In Berlin ist derzeit u.a. eine Ausstellung in der Luxemburger Botschaft in Vorbereitung.
Gescheite Erörterungen :-) zu meinem Stil sind hier zu finden. Einige Statements dazu, wie ich meine Kunst selbst verstehe: hier.
 
Als Auftragskünstler realisierte ich 1999 mit Unterstützung des Luxemburger/New Yorker Künstlers Ludens ein „live“ bemaltes Gigantoplakat (etwa 13x15m) am Potsdamer Platz.
Das Pseudonym Cajou benutze ich als Portraitmaler und Innenraumgestalter (Wandgemälde).
 
Was sonst?
Ich habe in Trier und an der FU Berlin Philosophie und Germanistik studiert und bin als Künstler Autodidakt.
Da mir meine katholische Erziehung früher sehr zu schaffen machte, beschäftige ich mich seit geraumer Zeit als „überzeugter“ Agnostiker, Hobby-Historiker und Hobby-Neutestamentler mit  der historischen (?) Figur Jeschuas, des Nazoräers. Theologische Meinungen zu dieser Figur toleriere ich, unterstütze sie aber nicht
 
Fränk Heller, Flughafenstr. 9
12053 Berlin
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Szene aus „Sequenza violenta“, 2001/2002
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Texte